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Das Gebäude

Das Haus wurde im Jahre 1856 gebaut und diente 115 Jahre lang als Schule. In Ihr wurden die "Oberen Jahrgänge" unterrichtet. Im Zuge der Auflösung der Schule in Schloß Ricklingen kam es im Jahre 1970 zu einem Tausch zwischen Kommune und Gemeinde.

Die Kommune war auf der Suche nach Flächen für die Erweiterung der Sportanlagen, die Gemeinde hatte den Wunsch ein Gemeindehaus zu erhalten. So wurde man 1973 handelseinig und die Gemeinde kaufte das Gebäude, den ehemaligen Schulgarten und die Hoffläche des heutigen Gemeindehauses.
Das Gebäude sollte notdürftig und kostengünstig für ca. 10 Jahre für Jugend-, Konfirmanden- und Kinderarbeit hergerichtet werden. Später sollte ein Gemeindehausneubau entstehen.

Im Oktober 1973 wird vom Amt für Bau- und Kunstpflege in Hannover die Empfehlung herausgegeben, eine generelle Umbau- und Instandsetzung vornehmen zu lassen, da die Bausubstanz sehr gut wäre. Damals waren 1 Klassenzimmer, 1 Wohnung, Stall- und Scheunenteil vorhanden.
Dieser Empfehlung wurde erst sehr viel später nachgekommen und das Gebäude in verschiedenen Bauabschnitten fertig gestellt.

So wurde 1976 der südliche Teil mit den 3 Räumen, den Toiletten und dem Heizungsraum fertigt gestellt. Der ehemalige Scheunenteil wurde 1979 zum Saal umgebaut. Außerdem kamen alle anderen Räume dazu. In den 80iger Jahren fand im Dachbodenraum regelmäßig Kindergottesdienst statt. Der Saal war ein Ort von vielerlei Veranstaltungen. Von Anfang 1981 bis März 1982 fanden auch alle Gottesdienste im Saal statt, weil die Kirche renoviert wurde.

Im Laufe der Zeit zeigte sich aber, dass die Bausubstanz ganz besonders des Daches nicht gut war. Der Kirchenkreis stellte Geld zur Erneuerung des Daches bereit. Als aber vom Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche nach langen Verhandlungen eine genaue Überprüfung des Hauses vorgenommen wurde, stellte sich heraus, dass der bereitgestellte Betrag nur die Hälfte der notwendigen Kosten ausmachte. Der Saal war kaum noch nutzbar. Darüber hinaus steht nach den Baurichtlinien der Landeskirche der Gemeinde eigentlich nur ein viel kleineres Gemeindhaus zur Verfügung. Darum wurde das bereitgestellte Geld vom Kirchenkreis zurückgenommen.

1998 wurde daher vom Kirchenvorstand der Antrag auf Abriss des Hauses gestellt. Dies forderte den Protest vieler Menschen heraus. Im Januar 1999 wurde in einer sehr gut besuchten Gemeindeversammlung die Situation erläutert. Mit Mitteln de Kirchenkreises konnte danach der Saal renoviert und möbliert werden. Der Männergesangsverein renovierte darauf den großen Raum an der Südseite, die Basargruppe den Konferenzraum und viele Gemeindemitglieder halfen im Jahr 2003 mit, die Küche neu zu gestalten.

Im Jahre 2005 entschied sich der Kirchenvorstand dann für die Sanierung und Erhaltung des Gemeindehauses. In den kommenden 10-15 Jahren soll das Haus in verschiedenen Schritten saniert werden. Weder die Unterhaltung noch die Sanierung des Hauses ist jedoch allein aus kirchlichen Mitteln möglich, sondern ruht auf 3 Säulen:  1.) Zuwendungen aus Kirchensteuermitteln, 2.) Einnahmen durch Nutzungsentgelte der Gastgruppen und Vermietungen sowie 3.) dauerhafte Förderung durch private Spenden.  

Im September 2006 feierte die Kirchengemeinde Schloß-Ricklingen das 150jährige Bestehen des heutigen Gemeindehauses. 

Im Jahre 2008 steht dann der erste Große Umbau an. Das gesamte Dach wird abgetragen und durch ein neues Gebälk mit großen Gauben erneuert. Nun ist auch das Dachgeschoß wieder komplett nutzbar. Im Frühjahr 2009 zieht hier der neue Kinderhort ein, im hinteren Teil entstehen große Räume z.B. für die Kinder- und Jugendarbeit. Aber auch im Erdgeschoß wird einiges erneuert. So entsteht ein zweiter Zugang zum Obergeschoß, die bisherigen Abstellräume werden zu behindertengerechten Toiletten umgebaut und der Nordeingang erhält eine neue Eingangstür. Dies war nur möglich, da über 80 Ehrenamtliche mehr als 2000 Stunden Zeit investiert haben sowie eine Vielzahl an Spenden über den Förderverein eingingen.