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Die neue Spitze

Die Spitze, welche heute auf dem Turm über der Kirche thront, entstand 1992. 
Die alte, aus Eisen hergestellte Bekrönung, wurde im Jahre 1948 von Georg Landi geschaffen. Im Jahre 1961 wurde bei Renovierungsarbeiten festgestellt, das die aus 1948 in die Kugel eingelegten Zeitdokumente nicht mehr vorhanden waren. Bis heute bleibt unbekannt, wie und wann die Unterlagen abhandengekommen sind. Damals sprach man von "Diebstahl".
 
Im Frühjahr 1990 zog eine ganze Sturmserie über Nord- und Mitteleuropa. Sicherlich konnte die Spitze nicht allen Stürmen standhalten. So musste im Anschluss die alte Bekrönung aus Sicherheitsgründen entfernt werden.
Nach langen Gesprächen beschloss der Kirchenvorstand mit Zustimmung des kirchlichen Amtes für Bau- und Kunstpflege einen neuen Entwurf zu verwirklichen. Die neue Spitze entspricht im Wesentlichen dem, was seit Jahrzehnten vorhanden war, hat aber eine starke künstlerische Ausrichtung ins Barocke erhalten. So passt sie besser dem Stil der Kirche. Neu aufgenommen ist ein Element aus dem Wappen der Stiftungsfamilie Voigt, die Reihe der stilisierten Rosen. Dazu ist die gesamte Gestalt der Turmspitze nunmehr ziselierter und nicht mehr so flächig. Zu Kosten von ca 13.000 DM wurde die aus Kupfer und Edelstahl gefertigte Spitze dazu teilweise mit Blattgold verziert. Doch stellt dies kein Luxus dar, sondern ist aus Werterhaltungsgründen geschehen.
Trotz Zuschüssen von der Klosterkammer und dem Kirchenkreisvorstand reichten die Gelder nicht aus. Mit Spenden u.a. aus der Kirchengemeinde gelang aber trotzdem die Realisierung.

Am 01. März 1992 war es dann wieder so weit. Im hellen Sonnenlicht funkelte die neue blattgoldbeschichtete Krönung auf dem Turm der Barockkirche. Stundenlang hatte zuvor der Burgdorfer Franz Jospeh Skrzipek mit einem Mitarbeiter in luftiger Höhe gearbeitet, um Kreuz, Hahn und Kugel sicher zu befestigen. In der Kugel verbergen sich Dokumente der Zeit: Einige Ausgaben des Gemeindebriefes, Münzen, ein Blatt mit Daten der Gemeinde und die Sonnabendausgabe der Leine-Zeitung hatte sich der damalige Pastor Meinrad Bunkus ausgesucht.

Die Spitze ist 2,90 Meter lang und weist ein schlicht gehaltenes Kreuz auf. Der Hahn ist dem barocken Stil nachempfundenen und das Wappen, welches sich auch über dem Portal der Kirche wiederfindet, wurde übernommen. Dazu ist das Jahr der Erbauung mit verwirklicht.

Das Kreuz auf der Spitze sagt euch: Gott ist euch treu, weil Christus gekreuzigt und auferstanden ist. Und wisst ihr, dass euch der Hahn warnen will? Seid nicht wie Petrus, verleugnet euren Herrn nicht!
Zum 325jährigen Jubiläum im Jahre 2019 strahlte die Kirche in vollem Glanz. Kurze Zeit vorher wurde der Altar gereinigt.

Zeichnung der neuen Dachbekrönung ab 1992